Tach wir haben Sunday, 19.11.2017

Startseite | Impressum


Dunkler Pelzkäfer

(Attagenus megatoma)

Der Dunkle Pelzkäfer stammt aus Südasien und ist heute über die ganze Welt verbreitet. Ähnlich wie bei den übrigen Pelzkäfern schädigt nur seine Larve unsere Materialien. Die Imago ernährt sich hauptsächlich von Nektar und Pollen verschiedener Blütenpflanzen.

Aussehen:

Der erwachsene Käfer wird bis zu 5,5 mm groß. Der Käfer ist schwarz oder braunschwarz gefärbt und dem Gefleckten Pelzkäfer sehr ähnlich. Er unterscheidet sich von diesem durch das Fehlen weißer Flecken auf den Flügeldecken. Der Dunkle Pelzkäfer ist einheitlich dunkel gefärbt. Die Larve ist der Larve des Gefleckten Pelzkäfers sehr ähnlich.

Entwicklung:

Wie beim Gefleckten Pelzkäfer beschrieben.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Dunkle Pelzkäfer wurde vor allem in Nordamerika zu einem ernsthaften Schädling. In einer Reihe von Überseeländern richtet er in den Seidenraupenzuchten Schaden an, da sich die Larven von deren Kokons und Puppen ernähren. In Europa richtet er weder in Haushalten noch in Lagerräumen größere Schäden an, auch wenn hier Funde einzelner Larven oder Imagines keine Seltenheit darstellen.

Gegenmaßnahmen:

Zur Bekämpfung von Pelzkäfern können spezielle Pheromonfallen aufgestellt werden. Die Pheromonfallen beinhalten einen Lockstoff, welcher dem Sexuallockstoff des weiblichen Pelzkäfers entspricht. Auf diese Weise werden die männlichen Pelzkäfer angezogen und in die Falle gelockt. In der Falle selbst befindet sich eine Klebefolie, an der die Pelzkäfer Männchen dann haften bleiben. Aufgrund dessen, dass die Männchen dann in der Falle gefangen sind, bleibt die Paarung mit den Weibchen und somit die Nachkommen aus, die Pelzkäfer Population wird dezimiert. 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Pelzkäfer:

Alle Polstermöbel, Wolltextilien, Teppiche und Vorhänge regelmäßig bursten, klopfen, saugen bzw. waschen, um ein Einnisten der Schädlinge zu verhindern. Die Wohnräume durch regelmäßiges Lüften trocken halten. Möbelstücke von der Wand abgerückt aufstellen, damit die Luft zirkulieren kann. Beim abendlichen Lüften das Licht löschen. Vogelfedern, Tierhaare und tote Inseken im Haus regelmäßig entfernen. Stofftextilien und Teppiche vor einer längeren Aufbewahrung erst waschen und reinigen, da Körpergeruch und Hautschuppen die Tiere anlocken. Verlassene Vogelnester in Hausnähe entfernen. An der Wand kriechende Larven absaugen oder mit einem Tuch entfernen. Befallene Textilien ausbürsten, klopfen, waschen, reinigen oder bügeln. Befallen Textilien, Felle oder Pelze in einer Plastiktüte verpackt abwechselnd einfrieren und schell wieder auftauen. Kalte Wintertage oder Gefriergeräte dazu nutzen. Kann ein Befall nciht durch die zuvor genannten Aktivitäten beseitigt werden, sollte die Bekämpfung von einem Fachmann durchgeführt werden.