Tach wir haben Tuesday, 21.11.2017

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Mehlkäfer

(Tenebrio molitor)

Die Bekanntheit des Mehlkäfers kommt wohl in erster Linie daher, das seine Larven, die Mehlwürmer, als Futter für Käfigtiere oder auch als Angelköder verwendet werden. Als Vorratsschädling spielt er keine große Rolle mehr, tritt aber gelegentlich in unseren Häusern auf.

Aussehen:

Der Mehlkäfer ist unverkennbar der "große Bruder" des Reismehlkäfers. Mit einer Länge von ca. 20 mm ist er einer der größten Käfer seiner Familie. Er ist schwarz gefärbt und zeigt feine Punktstreifen auf den Flügeldecken. Der Mehlkäfer hat gut ausgebildete Flügel und ist in der Dämmerung flugaktiv. Verwechselt wird der Mehlkäfer mit einigen ähnlich aussehenden Laufkäfern. Von denen ist er leicht durch die Anzahl der Fußglieder (Tarsen) zu unterscheiden. Die Füße des Mehlkäfers weisen nur 4, die des Laufkäfers hingegen 5 Tarsen auf. Die Mehlkäfer-Larve ist gelblich gefärbt, deutlich segmentiert (geringelt) und nicht behaart. Mit ca. 30 mm Länge übertrifft ihre Größe noch deutlich den erwachsenen Käfer.

Entwicklung:

In unseren Breitengraden entsteht meist nur eine Generation pro Jahr. Jedes Weibchen legt zwischen 150 und 200 Eier an verschiedene organische Substrate. Je nach den vorgefundenen Bedingungen durchläuft die Larve des Käfers 5 bis 14 Stadien.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Mehlkäfer kommt gelegentlich in Bäckereien, Getreidespeichern und Mühlen vor. Er lebt von Mehl und Getreide, findet sich aber auch in Vogelnestern, wo er Nahrungsreste der Vögel frisst. Die meisten Mehlkäfer überwintern als Larven, verwandeln sich im Sommer zu Käfern und sterben im Herbst. Die Käfer fliegen an warmen Sommerabenden und kommen nicht selten, vom Licht angelockt, durch offen stehende Fenster in Wohnräume. Sie können auch aus Vogelnestern in die Wohnhäuser eindringen, da Käfer und Larven weit umherkriechen.

Bekämpfung:

Bei einem Befall ist es wichtig die Befallsursache zu bestimmen. Häufig sind es Vogelnester (speziell Taubennester) am Haus, von denen die Schädlinge ins Gebäude eindringen. Dies muss intensiv kontrolliert werden und gegebenenfalls müssen die Nester entfernt werden. Zur Vorbeugung macht es Sinn, Maßnahmen zur Taubenvergrämung einzuleiten. Dies kann z.B. durch die gezielte Anbringung von Taubenabwehr Spikes oder Taubenabwehrnetzen erfolgen.