Tach wir haben Wednesday, 22.11.2017

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Hundezecke

(Rhipicephalus sanguineus)

Diese Zecke lebt an Hunden (Hauptwirt) und greift nur selten den Menschen (ein möglicher Nebenwirt) an. Ein Überleben ist in der Nähe der Hundekörbchen in unseren Wohnungen möglich.

Aussehen:

Hundezecken werden 7 bis 11 mm groß und sind von tropfenförmiger Gestalt. Die Weibchen sind stets die größeren Tiere. Die Farbe der Hundezecken ist braun bis rotbraun.

Entwicklung:

Die Entwicklung der Hundezecke kann bei 25 - 30 Grad Celsius nach ca. 65 Tagen abgeschlossen sein. Die Hundezecke durchläuft mehrere Häutungen und muss zwischen diesen Vorgängen Blut saugen. Im befruchteten Zustand ist das Weibchen sehr beweglich und auf der Suche nach einem Versteck für ihre Eier. Hierbei wandert es weit umher. Die 2.000 - 4.000 rotbraunen Eier werden in Klumpen an geschützten Stellen festgeklebt, zum Beispiel hinter Wandverkleidungen, auf der Rückseite von Schränken und Bildern.

Vorkommen und Bedeutung:

Die Art stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber heute in den Tropen und Subtropen der Welt verbreitet. In Europa kommt sie vor allen in den Mittelmeerländern vor. Bei uns tauchte die Art erst vor kurzer Zeit mit importierten Hunden auf und scheint sich an unsere klimatischen Bedingungen anzupassen. In gemäßigten Gebieten ist die Hundezecke ganz von warmen Wohnungen während der kalten Jahreszeit abhängig. Als Folge ihrer Anpassung an sehr trockene Klimate ist sie im Gegensatz zur Zecke in der Lage, sich im trockenen "Wüstenklima" einer zentralbeheizten Wohnung fortzupflanzen und zu leben.

Bekämpfung:

Bei der Bekämpfung muss die Behandlung des Hundes und seiner unmittelbaren Umgebung (Körbchen!) zur gleichen Zeit stattfinden.Eine Bekämpfung von Hundezecken ist gleichzusetzten mit der von Bettwanzen. Zur Vorbeugung kann ein Anti-Zeckenmittel auf dem Fell des Hundes tröpfchenweise ausgebracht werden.