Tach wir haben Monday, 20.11.2017

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Kugelkäfer

(Gibbium psylloides)

Kugelkäfer gehört ebenso wie der Messingkäfer zur Gruppe der Materialschädlinge. Der spinnenartige Käfer löst bei vielen Menschen Ekelgefühle aus. Die gefräßigen Käfer können nicht unerheblichen Schaden an vielen Materialien anrichten.

Aussehen:

Dieser Käfer von fast kugelförmiger Gestalt ist bräunlich durchscheinend gefärbt. Er ist 2 bis 3 mm lang und nicht behaart. Der Halsschild ist klein und unauffällig und verbirgt den Kopf darunter. Die deutlich gegliederten Fühler sehen fast wie Laufbeine aus. Er ist flugunfähig. Nach dem Schlüpfen wird die Larve maximal 3,5 mm lang. Sie ist engerlingsartig gekrümmt, trägt drei Brustbeinpaare und ist nur spärlich behaart.

Entwicklung:

Wie beim Messingkäfer beschrieben.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Kugelkäfer und Messingkäfer treten im gleichen Lebensraum auf und richten ähnliche Schäden an.

Gegenmaßnahmen:

Wie auch Messingkäfer, entwickeln sich Kugelkäfer hauptsächlich in alten Häusern unter der Fußbodendielung. Diesen Ort nennt man Fehlbodenfüllung. Da diese in alten Gebäuden zumeist aus organischen Material besteht, kann sie von den Käfern zur Entwicklung genutzt werden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Tiere an ihrem Entwicklungsort zu bekämpfen. Die Bekämpfungsmaßnahmen müssen sehr umfassend durchgeführt werden und das gesamte Gebäude samt aller Hohlräume erfassen. Da diese Maßnahmen relativ aufwendig und langwierig sind. sollten sie nur duch Fachbetriebe druchgeführt werden. Wer allerdings bereit ist, selbst viel Zeit und Arbeit zu investieren, kann auch mit amorphen Silikatstäuben den Befall tilgen. Zur Einbringung des Silikatstaubes in die Hohlräume sollte aber auf jeden Fall ein professionelles Stäubegerät benutzt werden. 

Die Vorgehensweise wäre dann wie folgt: 

 

  • alle Hohlräume anbohren (dabei auf den Balkenverlauf achten - ca. 6 mm)
  • Türfüllungen und dergleichen nicht vergessen
  • mit Klebefallen evt. noch vorhandene Befallsherde bestimmen
  • dort, wo weiterhin Käfer auftreten, erneut stäuben - dabei auf Hohlräume achten, die noch nicht bearbeitet wurden
  • die Arbeiten müssen so lange wiederholt werden, bis keine Kugelkäfer mehr auftauchen
Hinweis: Amorphe Silikatstäube sind für den Menschen nicht giftig. Sie binden Feuchtigkeit, was eine Lebensgrundlage für Insekten darstellt und auf diese Weise zerstört wird. Darüber hinaus sind Silikatstäube auch in der Lage, Insekten direkt abzutöten, da sie in der Lage sind in feine Hausspalten eindringen zu können. Weitere, umfassende Informationen über die Wirkweise von Stäubepulver finden Sie auch im Schädlingsbekämpfung Online Shop