Tach wir haben Saturday, 18.11.2017

Startseite | Impressum


Speisebohnenkäfer

(Acanthoscelides obtectus)

Dieser Käfer stammt aus der Familie der Samenkäfer (Bruchidae). Sowohl er als auch einige weitere Käfer dieser Gruppe kommen an verschiedenen Hülsenfrüchten vor. Bei Auftreten des Speisebohnenkäfers ist mit Qualitätsverlusten, u. U. mit einem Totalverlust der befallenen Ware zu rechnen. Er verändert das Aussehen befallener Bohnen ganz charakteristisch. Beim Verlassen der Bohnen frisst er kreisrunde Löcher in die Außenhaut der Hülsenfrucht.

Aussehen:

Die Käfer werden bis zu 4 mm lang und sind von grau-grüner bis bräunlicher Färbung. Stellenweise sind Längsbinden aus den Flügeldecken zu sehen. Die letzten Hinterleibsringe schauen unter den Flügeldecken hervor, ein charakteristisches Merkmal aller Samenkäfer. Die Larve ist weißlich und engerlingsartig gekrümmt. Sie wird bis zu 4 mm lang.

Entwicklung:

Jedes Weibchen legt bis zu 100 Eier an Hülsenfrüchte ab. Die schlüpfenden Larven fressen sich in die Hülsenfrüchte und beenden ihre Entwicklung bei günstigen Bedingungen schon nach 30 Tagen. Hierbei durchlaufen sie ca. vier Larvenstadien. Bei Zimmertemperatur verlängert sich die Entwicklungsdauer auf ca. drei Monate. Die Lebensdauer der Käfer beträgt bis zu 3 Wochen. Die erneute Eiablage kann im Freien auf dem Feld oder aber auch im Lager oder der Verpackung erfolgen.

Vorkommen und Bedeutung:

Ursprünglich stammt dieser Käfer aus Zentral- und Südamerika. Er trat bei uns zuerst nur im Lager auf. Neuerdings wird er gelegentlich auch an Hülsenfrüchten im Freiland beobachtet.

Gegenmaßnahmen:

Bohnenvorräte, in denen sich Speisebohnenkäfer entwickeln, müssen mit Phosphorwasserstoff begast werden (Achtung: besondere gesetzliche Bestimmungen). Mit anderen Bekämpfungsmitteln werden die Larven, die im Inneren der Hülsenfrüchte leben, nicht erfasst. Umher kriechende Speisebohnenkäfer im Wohnbereich sind durch Aufsaugen oder Absammeln zu entfernen, befallene Waren im Haushalt zu verwerfen. Durch die Lagerung von Lebensmitteln bei kühlen Temperaturen (unter 13° C) kann einem Befall vorgebeugt werden.