Tach wir haben Monday, 20.11.2017

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Hornissen

(Vespa crabro)

Die Hornissen sind von vielen Menschen gefürchtet. Das ist sicher zu einem großen Teil in der Größe dieser Insekten und den bedrohlich anmutenden tiefen Summ-Geräuschen, die sie beim Flug hervorrufen, begründet. Außerdem hatten diese Insekten in der Vergangenheit den Ruf, sehr angriffslustig zu sein.

Aussehen:

Hornissen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Im Unterschied zur Gemeinen Wespe und zur Deutschen Wespe, denen die Hornissen ähneln, werden sie wesentlich größer. Die Hornissen-Arbeiterinnen sind bis zu 25 mm, die Königinnen sogar bis zu 35 mm groß. Hornissen sind nur undeutlich beige-dunkelbraun gefärbt, die Warnfärbung ("Ringelung") ist nicht so auffällig wie bei den Wespen. Die Königinnen sind gleich gefärbt. Der Körper ist zwischen Brust und Hinterleib eingeschnürt ("Wespentaille"). Die Hornissenlarven und Puppen entwickeln sich im Nest und kommen mit dem Menschen nicht in Berührung.

Entwicklung:

Königinnen legen, je nach Umweltbedingungen, eine sehr unterschiedliche Anzahl von Eiern. Jedoch werden die Staaten nie so individuenreich wie Wespenvölker. Wie bei den Wespen erzeugt auch hier die Königin im Herbst Eier, aus denen fruchtbare Männchen und Weibchen entstehen. Nach der Befruchtung sterben die Männchen ab; die Weibchen (= neue Königinnen) überdauern den Winter an geschützten Stellen. In dieser Jahreszeit stirbt das gesamt alte Volk inklusive der alten Königin ab, da keine Vorräte in Form von Honig wie bei den Bienen angelegt werden. Im Frühjahr des nächsten Jahres gründen die jungen Königinnen neue Völker. Die alten Nester werden nicht erneut besiedelt. Hornissennester enthalten nur bis zu 15 Waben und die Hülle der Nester besteht aus einer braunen, kartonartigen Substanz.

Vorkommen und Bedeutung:

Hornissen sind heimische Insekten und ernähren sich von vielen zuckerhaltigen Substraten. Die Larven werden von den Arbeiterinnen mit Beuteinsekten und Fleischstücken aus Kadavern gefüttert. Sie besitzen am Körperende einen Stechapparat, mit dem sie Beuteinsekten betäuben und sich gegen Feinde zur Wehr setzen können. Der Stich ist schmerzhaft und sehr gefährlich für Menschen, die unter einer Histamin-Allergie leiden (Histamin ist ein Bestandteil des Hornissengiftes).

Gegenmaßnahmen:

Heute werden Hornissen von den Entomologen als wenig angriffslustig, fast harmlos angesehen. Die Entwicklung ihrer Bestände ist leider rückläufig und die Hornisse gehört zu den gefährdeten Arten nach dem Bundes-Artenschutzgesetz. Sie darf deshalb nur in Ausnahmefällen bekämpft werden. Ist eine Bekämpfung unumgänglich, sollte als erstes eine Umsiedelung des Nestes versucht werden. Interessierte Imker helfen erfahrungsgemäß bei diesen Maßnahmen.