Tach wir haben Wednesday, 22.11.2017

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Brotkäfer

(Stegobium paniceum)

Der Brotkäfer ist ein häufiger, wenn auch ungebetener Gast in unseren Wohnungen. Das harmlose Lebkuchenherz, mitgebracht vom Jahrmarkt, ist oftmals die Befallsursache.

Aussehen:

Die Käfer ähneln dem Gemeinen Nagekäfer (Holzwurm). Ihr Kopf liegt unter dem Halsschild verborgen und die Fühler enden in drei sehr langen Gliedern. Die Größe der erwachsenen Brotkäfer schwankt zwischen 3 und 6 mm. Die Käfer sind rotbraun, behaart und flugfähig. Beim Umherfliegen werden sie stark durch Licht angezogen. In Wohnungen mit Brotkäferbefällen werden die Käfer abends auffällig, wenn sie laut klackend gegen die Lampen fliegen. Die Larve ist engerlingsartig gekrümmt und lebt im harten Befallsgut.

Entwicklung:

Die Dauer der Entwicklung ist stark von der Temperatur und der Nahrung abhängig. Sie schwankt zwischen 60 und 230 Tagen. Der erwachsene Käfer lebt bis zu 2 Monaten. Meist erzeugen die Käfer nur eine Generation pro Jahr.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Brotkäfer ist häufig in Bäckereien, Gewürzlagern, Apotheken und Haushalten anzutreffen. Im Freien entwickelt er sich in Vogelnestern. Die Larven schädigen das Befallssubstrat durch Fraß und ihre Ausscheidungen. Hartes Gebäck, altes Brot, Lebkuchen usw. zeigt die typischen Ausfluglöcher der Käfer. Waren werden optisch unattraktiv.

Gegenmaßnahmen:

Befallene Ware muss entfernt werden - eine Behandlung der Lebensmittel ist nicht möglich. Umher kriechende Käfer in Bäckereien und Apotheken können mit einem amorphen Stäubesilikat bekämpft werden. Zur Kontrolle können zudem  mit einer Brotkäfer Pheromonfalle aufgestellt werden. In Haushalten reicht es meistens aus, die Befallsursache (das Lebkuchenherz, altes Brot) zu finden und zu entfernen.