Tach wir haben Monday, 20.11.2017

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Wanderratte

(Rattus norvegicus)

Die Wanderratte trägt verschiedene deutsche Bezeichnungen. Je nach ihren Nistplätzen oder dem angerichteten Schaden heißt sie auch Wasserratte, Wühlratte, Kanal- oder Erdratte. Die Wanderratte ist das einzige Säugetier, dem ein permanentes Überleben in der Kanalisation unserer Städte möglich ist. In menschlichen Siedlungen lebt sie hauptsächlich in den Abwasserkanälen, wo sie sich von Küchenabfällen ernährt und ihr Nest aus Papier, Watte oder ähnlichen Stoffen baut. Dazu sucht sie einen trockenen Platz. Bricht ein Abwasserrohr, so dringen die Ratten durch die Öffnungen in umgebende Räume und erzeugen erhebliche Zerstörungen. An einigen Stellen unserer Erde muss man damit rechnen, dass fast die Hälfte aller Lebensmittel von Ratten gefressen wird. So weit geht das bei uns nicht, aber die Verluste sind trotzdem beträchtlich.

Die Ratte lebt in Rudeln und erkennt ihre Artgenossen am Geruch. Sie ist scheu und meist im Dunkeln aktiv. Sie wagt sich selten auf offene Plätze, sondern bewegt sich entlang von Mauern und Wänden. Sie fühlt sich in den verschiedensten Lokalitäten wohl, ist aber hauptsächlich an Wohnhäuser, Lager und Ställe gebunden, wo sie die feuchtesten Orte vorzieht. Die Wanderratte ist ein Allesfresser, sie nimmt ebenso gern pflanzliche wie tierische Kost zu sich und kann auch als Räuber auftreten und junge Enten und Hühnerküken töten. Wie bei den Mäusen besteht die Zerstörung vor allem im Zernagen der Verpackung und in der Verunreinigung durch Kot und Urin. Diese Stoffe enthalten manchmal Krankheitskeime und können Gefahren für die Gesundheit des Menschen und seiner Haustiere bedeuten.

Aussehen:

Mit einer Körperlänge von mehr als 20 cm und einem Gewicht von meist über 250 g ist sie der Größte unter den Schadnagern. Ihre Gestalt ist plump und das Fell oberseits graubraun gefärbt. Ihr Schwanz ist kürzer als der Rumpf.

Entwicklung:

Die Entwicklung der Wanderratten unterscheidet sich nur geringfügig von der Hausratte. Unter günstigen Bedingungen in Getreidemagazinen und Ställen vermehrt sich die Wanderratte das ganze Jahr und ist überaus fruchtbar. Ein Rattenpaar und seine Nachkommen erzeugen im Jahr etwa 1000 Individuen!

Vorkommen und Bedeutung:

Die Wanderratten stammen höchstwahrscheinlich aus den Steppen Zentralasiens. Sie sind scheu und dämmerungsaktiv, um ihren natürlichen Feinden (Greifvögeln) zu entgehen. Die Anpassungsfähigkeit der Wanderratte ist sehr groß und sie verdrängte bald nach ihrem ersten Auftreten in Mitteleuropa die Hausratte. Die Wanderratte sucht zur Nahrungsaufnahme oftmals Müllcontainer oder ähnlich unhygienische Plätze oder aber auch Vorratsräume auf. Sie ist ein Allesfresser und nimmt ebenso gern pflanzliche wie tierische Kost zu sich. Nicht selten dringt sie in Geflügelfarmen ein und kann als Räuber auftreten und junge Enten und Hühnerküken töten. Ihre Nester werden an einem trockenen Ort mit gesammeltem Papier, Watte oder ähnlichen Stoffen ausgepolstert.

Bekämpfung/Vorbeugung:

Der Schutz vor Wanderratten beginnt bei einer umfassenden Absicherung der Gebäude. Wanderratten gelangen meist nachts durch offene Türen oder Spalten an Türen in unsere Häuser. Sie nutzen jeden Spalt, um in die Innenbereiche zu gelangen. Um sich Zugang zu verschaffen, werden zu kleine Ritzen so lange benagt, bis sich die Tiere hindurchzwängen können. Eine Bekämpfung von  Wanderratten erfolgt oftmals großflächig in Städten und Gemeinden. Wanderratten können mit entsprechenden Schlagfallen und Rattenköderstationen bekämpft werden. Zur Verhinderung, dass Ratten über das WC eindringen, gibt es eine spezielle Ratten-Schutzklappe zur Anbringung in der Toilette. Nur kontinuierlich durchgeführte und überprüfte Bekämpfungen nach einem festen System führen zu einem dauerhaft wirkungsvollen Schutz vor Wanderratten und ihren Nachkommen.

Aus diesem Grund: Fachmann beauftragen.

(Weitere Tipps unter Schadnager allgemein)