Tach wir haben Monday, 20.11.2017

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Khaprakäfer *

(Trogoderma granarium)

* nicht zu verwechseln mit dem Koprakäfer (Necrobia rufipes)

Der Khaprakäfer gehört zur Familie der Speckkäfer (Dermestidae). Er ist ein ernst zu nehmender Vorratsschädling in Mühlen, Mälzereien und Brauereien.

Aussehen:

Der Khaprakäfer ist ein ca. 3 mm großer länglich-ovaler Käfer. Er ist von dunkelbrauner Färbung und weist hellere Streifen und Flecken auf den Flügeldecken auf. Die Larve ist, wie für die Speckkäfer typisch, rundum stark behaart und trägt außerdem ein Büschel langer Haare am Körperende. Zwischen der normalen Behaarung findet man "Pfeilhaare" (Haare, deren Spitze pfeilartig ausgeformt ist). Die Larve wird bis zu vier mm lang. Sie ist von brauner Farbe und deutlich geringelt.

Entwicklung:

Die Weibchen legen bis zu 100 Eier an das Befallssubstrat ab, in das sich die jungen Larven an weicheren Stellen einbohren. Die gesamte Entwicklungsdauer beträgt, je nach Umweltbedingungen, bis zu acht Monate. Die Anzahl der Häutungen ist ebenfalls stark von den Umweltbedingungen abhängig und beträgt nicht selten mehr als zehn.

Vorkommen und Bedeutung:

Der Khaprakäfer wurde aus Indien eingeschleppt und befällt viele Vorräte pflanzlicher, gelegentlich auch tierischer Herkunft. Bevorzugt werden Getreide und Getreideprodukte. Befällt er eingelagertes Getreide, zerstört der Käfer die Produkte durch Larvenfraß. Die Imagines fressen nicht mehr, benagen jedoch gelegentlich das Befallssubstrat. Des weiteren werden befallene Vorräte durch abgebrochene Pfeilhaare verunreinigt, die allergie-auslösend (Asthma) sein können.

Gegenmaßnahmen:

Befallene Waren sind mit Phosphorwasserstoff zu begasen (Achtung: besondere gesetzliche Bestimmungen). Mit anderen Bekämpfungsmitteln können nur umherkriechende Käfer und Larven bekämpft werden, jedoch nicht die Larven, die im Befallssubstrat leben. Im Wohnbereich kann ein schwacher Befall von Khaprakäfern in der Regel durch Absammeln der Käfer und Larven und durch die Entsorgung befallener Lebensmitteln bekämpft werden. Durch die Lagerung von Lebensmitteln bei kühlen Temperaturen (unter 13° C) kann einem Befall vorgebeugt werden. Bereits befallene Lebensmitteln kurz einfrieren. Bei starkem Befall einen Fachmann (IHK-geprüften) Schädlingsbekämpfer hinzuziehen! Zur Kontrolle können Pheromonfallen aufgestellt werden. Zusätzlich können einzelne Käfer mit einem giftfreien Stäubesilikat bekämpft werden.