Tach wir haben Sunday, 19.11.2017

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Mehlmotte

(Ephestia kuehniella)

Die Mehlmotte stammt ursprünglich aus Indien. In Europa fand man sie zuerst 1877 in einer Ladung mit amerikanischem Weizen. Heute findet man sie überall dort, wo mit Getreide und Mehl gearbeitet wird. Auch in privaten Haushalten wird sie oft zu einer großen Plage.

Aussehen:

Die Falter sind grau gefärbt und tragen drei schmale gezackte Querbänder auf den Vorderflügeln. In Ruhestellung sind Mehlmotten ca. 14 mm lang. Die Raupen sind, je nach Nahrungssubstrat, hellbeige bis grünlich eingefärbt, spärlich behaart und bis 13 mm lang. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Befallssubstrat. Die Puppe wird etwa 7 mm lang und ist ganz in einem dichten, weißen Seidenkokon eingesponnen.

Entwicklung:

Die Motten fliegen im Dunkeln. Die Weibchen legen bis zu 300 Eier einzeln auf das Mehl. Die Entwicklung von Ei bis zum adulten Falter dauert durchschnittlich 40 Tage. Im Jahr entstehen zwischen 4 und 6 Generationen. Ist die Larvenentwicklung abgeschlossen, verlässt die erwachsene Raupe die Nahrung und wandert auf der Suche nach einem Verpuppungsplatz umher ("Wanderstadium"). Angekommen in ihrem Versteck, verpuppt sie sich und schlüpft nach 2 - 3 Wochen aus.

Vorkommen und Bedeutung:

Die Raupen der Mehlmotte lieben besonders Weizenmehl, gehen aber auch an andere Mehlsorten, Körner und Samen und an Nudeln sowie an Kakao, getrocknete Früchte, Nüsse und Mandeln. Die Falter nehmen keine Nahrung auf. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei beginnen die Raupen zu fressen und spinnen dabei einen klebrigen Seidenfaden. Dieser Faden lässt das Mehl zu Zöpfen zusammenkleben. Gleichzeitig wird es durch die Exkremente dunkel gefärbt und erhält einen üblen Geschmack. In Mühlen und Bäckereien kann das zusammengestoßene Mehl Röhren, Trichter und Siebe verstopfen, so dass die Arbeit unterbrochen werden muss, bis alles gereinigt ist. Bei einem Mottenbefall in Lebensmittelbetrieben sollte in jedem Fall eine professionelle Schädlingsbekämpfung erfolgten.

Bekämpfung: (siehe auch unter Motten allgemein)

Im Haushalt reicht es gewöhnlich, die verdorbenen Waren wegzuwerfen. Man sollte aber nicht vergessen, dass sich erwachsene Raupen oder Puppen an anderen Stellen versteckt haben können und nach einigen Wochen neue Motten schlüpfen lassen. Tauchen auch nach gründlicher Reinigung immer wieder Motten oder Raupen auf, sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer beauftragt werden. Zur Kontrolle können Lebensmittelmottenfallen aufgestellt werden.