Tach wir haben Saturday, 18.11.2017

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Haustauben

(Columbia liva)


Allgemeines

Verwilderte Haustauben bringen in der Regel katastrophale Folgen mit sich und stellen Stadtverwaltungen diesbezüglich vor enorme Probleme, denn neben Kotverschmutzungen sind sie einer der gefährlichsten Krankheitsüberträger in unseren Regionen. Ich möchte ihnen hier anhand von Fakten darstellen, warum die Gefahr durch verwilderte Haustauben keinesfalls toleriert werden darf.

Vorkommen:

In Deutschland gibt es mehrere wildlebende Arten, wobei die verwilderte Haustaube am meisten in unseren Städten vorkommt. Sie stammt von der Felsentaube (Columbia livia) ab, was allerdings nicht direkt nachgewiesen ist. Züchtungen über etliche Jahrtausende und in Freiheit gebrütete Nachkommen lassen keinen direkten Verweis auf die Felsentaube mehr zu. Ein großes Problem gegen das es anzukämpfen gilt und was der eklatanten Vermehrung dieser Taubengattung beigetragen hat ist die Fütterung durch den Menschen. Das Farbspektrum der Gefieder ist reichhaltig gefächert, von schwarz, weiß, blau bis braun. Ebenso variabel ist die Größe der Tiere, welche grob bei ca. 35 cm liegt. Ihr Gewicht variiert zwischen 350 und 500 Gramm. Haustauben haben ihre Fressgewohnheiten im Laufe der Zeit dem Lebensraum der Menschen angepasst wobei sie Brot, Abfälle von Fast - Food bis hin zu Ketchup, Mayonnaise und auch Senf in ihre Nahrungsgewohnheiten eingebunden haben. Ihre Brut und Nistgewohnheiten haben sich jedoch bisher kaum geändert und so bleibt die wilde Haustaube von Natur aus ein Höhlenbrüter und nistet nach ihren von der Felsentaube abstammenden Bedürfnissen. Da sie sehr empfindlich gegen Kälte und Zugluft ist legt sie ihre Nistplätze generell auf geschützten Süd- und Ostseiten von Gebäuden an. Straßenbrücken sowie versteckte Ecken

Entwicklung:

Ihr Brutverhalten hingegen ihrer Abstammung hat sich jedoch verändert und mittlerweile bringen es Haustauben unter guten Bedingungen nicht selten auf 10 Bruten, die artverwandten Felstauben jedoch nur auf 3-4 Bruten pro Jahr. Knapp 4 Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die Jungtauben das Nest und sind nach ca. 6 Monaten geschlechtsreif.

Schadwirkung:

Tauben produzieren pro Jahr etwa fünf-sechs Pfund Kot, was bei den etlichen Schwärmen in unseren Städten zu einer erheblichen Menge an Kotansammlungen führt. Durch den salpeterhaltigen Kot werden öffentliche Gebäude und Wohnhäuser stark verschmutzt und beschädigt. Auch der zur Verdauung von den Tauben benötigte Grit (Sandstein), wird von den Tieren an den Gebäuden aufgenommen. Des Weiteren schleppen Tauben alle Arten von Körnern mit sich herum, welche sie unverdaut wieder ausscheiden und somit eine üppige Vegetation an den Gebäuden begünstigen